Finale mit Knall für den Wettkampf La Grande Course. Den Abschluss der Saison 2017 bildete ein Trofeo Mezzalama voller Überraschungen, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren.  An der Ziellinie, nach zahlreichen Überholmanövern und Überraschungen, Erfolg für die Gebirgsjäger Michele Boscacci – Matteo Eydallin – Damiano Lenzi und für die Mannschaft aus der Französin Laetitia Roux, der Schwedin Emelie Forsberg und der Schweizerin Jennifer Fiechter.  
 
Im Morgengrauen starteten die 297 Dreier-Mannschaften im Zentrum von Cervinia begleitet von Feuerwerk und von der Musikkapelle („Fanfara“) der Bersaglieri aus dem Ossolatal. Zu bewältigen waren 37 km und mehr als 3000 Höhenmeter mit Strecken in Höhen von über 4000 m auf legendären Gipfeln wie Castor und Lyskamm-Nase. Auf dem Gletschermarathon wurde ein harter Kampf erwartet, und so war es dann auch – zur Freude der Tausenden von Zuschauern, die spätnachts aufgestanden waren, um dieser heldenhaften Herausforderung beizuwohnen, und aller Fans, die das Live-Streaming bequem von zu Hause verfolgten.
 
Im Neumischen der Karten versuchten sich Kilian Jornet, Werner Marti und Martin Anthamatten. Die Italiener des Cs Esercito, Damiano Lenzi, Michele Boscacci und Matteo Eydallin hatten sich mehr abzumühen als gedacht, bevor sie die letzte Abfahrt nahmen und in 4h18’50” siegreich die Ziellinie überquerten, mit einem Vorsprung von 2’18” auf das schweizerische-katalanische Team. Dies ist der vierte gewonnene Mezzalama für Eydallin, der dritte für Lenzi und der zweite für Boscacci, den jüngsten unter ihnen.
 
 
Als unbestrittene Drittplatzierte gingen William Boffelli, Pietro Lanfranchi und Jakob Herrmann nach weiteren 12’33” ins Ziel. Vierte wurden Nadir Maguet, Manfred Reichegger und Robert Antonioli, Fünfte Valentin Favre, Filippo Barazzuol und Alexis Sévennec.
 
Bittersüßes Finale bei den Damen: Das Damen-Trio aus Katia Tomatis, Alba De Silvestro und Axelle Mollaret führte das Rennen bis zur letzten Steilabfahrt nach Gressoney, bevor es von Jennifer Fiechter, Emelie Forsberg und Laetitia Roux überholt wurde. Die Siegerinnen erreichten das Ziel in 5h37’49”, 2’12” vor den beiden Italienerinnen mit der Französin Mollaret. Dritte wurden die Schwestern Annie – Katrine Bieler im Team mit der aus dem Friaul stammenden Dimitra Teocharis.